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Cambion & Dämon

Zwei Gesichter derselben Emotion

Ein Cambion und der Dämon in ihm nähren sich aus derselben Emotion
doch sie wollen nicht dasselbe.

Der Cambion nutzt die Emotion als Werkzeug.
Der Dämon will die Emotion als Zustand.

Merksatz für Spieler:
Der Cambion lenkt das Gefühl – der Dämon will darin ertränken.


Übersicht: Emotion als Kraft vs. Emotion als Abgrund

Emotion Der Cambion nutzt … Der Dämon will …
Angst Vorsicht, Wachsamkeit, Gefahreninstinkt, Überleben Panik, Lähmung, Flucht ohne Ziel
Wut / Hass Entschlossenheit, Durchsetzungskraft, Schutz, Kampfeswille blinde Raserei, Zerstörung um der Zerstörung willen
Trauer Empathie, Erinnerung, Bindung, Würde Hoffnungslosigkeit, Stillstand, Selbstauflösung
Ekstase / Freude Inspiration, Verbindung, Lebenskraft, Mut Maßlosigkeit, Kontrollverlust, Selbstvergessenheit
Neugier / Wissbegier Erkenntnis, Anpassung, Fortschritt Besessenheit, Auflösung von Grenzen
Ekel / Abscheu Abgrenzung, Schutz, Reinheit, Warnung Verachtung allen Lebens, Entmenschlichung
Hochmut Selbstvertrauen, Führung, Standhaftigkeit Überheblichkeit, Isolation, Gottkomplex
Verwirrung Offenheit, Perspektivwechsel, kreative Lösungen Orientierungslosigkeit, Realitätsverlust

Beispiel: Der Cambion der Angst

Was der Cambion fühlt:

„Ich spüre die Gefahr, bevor sie real wird.“

Was der Dämon flüstert:

„Lauf. Vertrau niemandem. Alles ist Bedrohung.“

Spielerisch bedeutet das:

  • Der Cambion darf Angst bewusst einsetzen

  • der Dämon drängt auf unkontrollierte Eskalation

  • Resonanz steigt nicht durch Angst an sich,
    sondern durch Verlust der Kontrolle über sie


Warum diese Unterscheidung wichtig ist

Ohne diesen Unterschied wäre ein Cambion:

  • entweder ständig kurz vor dem Kontrollverlust

  • oder schlicht ein normaler Mensch mit Kräften

Der Reiz entsteht genau hier:
Der Spieler weiß, dass die Emotion richtig ist –
aber der Dämon will sie falsch gelebt sehen.